KulturInvest 2023 1,5 Mio. Euro für Nordfriesland

28.09.2023

Bund fördert den Ausbau der KZ-Gedenkstätte in Husum-Schwesing

Im Rahmen des Interessensbekundungsverfahren hatte sich die KZ-Gedenkstätte Husum-Schwesing dieses Jahr auf eine Förderung im Rahmen des Förderprogramms KulturInvest beworben. Nun hat der Haushaltsausschuss des Bundestages infolgedessen eine Förderung in Höhe von 1,5 Mio.  Euro freigegeben. Bereits im Sommer hatten sich die drei Bundestagsabgeordneten für Nordfriesland mit einem gemeinsamen Brief an die Kulturstaatsministerin Claudia Roth gewandt, um für Unterstützung des Projekts zu werben.

Hierzu erklären Astrid Damerow (CDU), Denise Loop (Grüne) und Gyde Jensen (FDP):
„Die Förderung des Bundes ist ein gutes Signal für Nordfriesland und die Erinnerungskultur in Schleswig-Holstein. Die KZ-Gedenkstätte nimmt mit dem „Haus der Gegenwart“ bereits seit Jahren eine Vorreiterrolle in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit ein. Die positive Entscheidung im Haushaltsausschuss zeigt, dass Politik über Parteigrenzen hinweg die Bedeutung solcher Einrichtungen erkennt und auch in Zukunft unterstützt. Mit der Förderung kann die Gedenkstätte ihre zweite Ausbaustufe realisieren und damit u. a. für neue Veranstaltungsräumlichkeiten sorgen. Das verbessert auch die Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement, von dem unsere Gedenkstätten leben und profitieren.“

Die Entscheidung steht auch im Zeichen der Landesgedenkstättentagung 2023, die erst diesen Monat in Nordfriesland stattgefunden hat. Akteure aus ganz Schleswig-Holstein haben in diesem Rahmen über die Zukunft einer pluralen Erinnerungskultur und Selbstvergewisserung diskutiert.

„Engagement für die Erinnerungskultur ist auch immer Engagement für die Demokratie. Deswegen ist es wichtig, lokale Initiativen wie die KZ-Gedenkstätte in Husum-Schwesing zu fördern. Nur vor Ort - an historisch bedeutsamen Orten - können wir die Geschichte für Menschen erlebbar machen. Das gilt gerade in Zeiten, in denen die politischen Ränder in Deutschland an Zuspruch gewinnen. Unsere Gedenkstätten leisten daher einen wertvollen Beitrag für die Aufarbeitung der Geschichte sowie die interkulturelle Verständigung und Versöhnung.“, so die Bundestagsabgeordneten.