Marten Jebe - Praktikumsbericht Oktober 2018

06.12.2018

Bericht über ein zweiwöchiges Praktikum im  Wahlkreisbüro Husum und im Berliner Abgeordnetenbüro

Im Wahlkreisbüro Husum:

Mein Name ist Marten Jebe und ich begann mein Praktikum am 01. Oktober 2018 im Wahlkreisbüro von Frau Damerow in Husum. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frau Grunau begrüßte mich und ich erhielt zuerst eine kurze Führung durch die verschiedenen Räumlichkeiten.

Daraufhin bekam ich die Aufgabe, Flyer, Notizzettel, Informationshefte und andere Dokumente, die Frau Damerow bei Besuchen, Tagungen und weiteren Terminen bekommen hatte, einzusortieren. Während dieser Arbeit fiel mir bereits auf, wie oft Frau Damerow zu ganz verschiedenen Anlässen eingeladen wird und wie viele sie dann schließlich auch besucht. Noch bevor ich fertig war, durfte ich bei einer Besprechung dabei sein. Dort tauschten sich alle Mitarbeiter des Wahlkreisbüros, einschließlich Frau Damerow, regelmäßig über die anstehenden Termine aus. Auch hier war es beeindruckend zu sehen, wie viel Zeit Frau Damerow sich nimmt, um in ihrem Wahlkreis aktiv zu sein und Termine wahrzunehmen. Nach der Besprechung beendete ich dann meine Aufgabe.

Am Dienstag wurde ich damit betraut, Informationen über die Firma SenerTec und ihr Hauptprodukt, den „Dachs“, herauszufinden. Darauffolgend habe ich mich zudem mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz beschäftigt und dort besonders den Fokus auf Blockheizkraftwerke betreffende Paragraphen gelegt. Die Informationen, die ich dabei herausgefunden und zusammengetragen habe, kamen Frau Damerow zugute, die diese dann später benötigte.

Am Donnerstag durfte ich Frau Damerow zu einer Bereisung Nordfrieslands begleiten. Der Tag begann mit einer Diskussionsrunde in dem Sitzungssaal der ATR Landhandel GmbH & Co. KG in Husum. Dort trat die Interessengemeinschaft Nordfriesische Häfen (IGNH) mit der Bitte an Frau Damerow und Herrn Koch heran, sich politisch für eine aus ihrer Sicht nötigen Vertiefung des Hafenbeckens in Husum einzusetzen. Nach der Diskussion fand dann ebenfalls eine Besichtigung des Bauhofs statt, welche sehr informativ war. Nach dem ersten Termin ging es weiter nach St. Peter-Ording, um dort zuerst einen Vortrag über die private Luftrettungsgesellschaft Northern HeliCopter GmbH zu hören. Dort ging es nicht nur um die Arbeit dieser Firma, sondern auch um die Möglichkeiten, wie ihre Arbeit erleichtert werden kann. Hierbei wurde z.B. genannt, dass eine einfache und effektive Kommunikationsmöglichkeit mit anderen Rettungskräften noch nicht gegeben sei und man auch hier auf Unterstützung von politischer Seite hoffe. Nach einer kurzen Besichtigung eines Hubschraubers ging es dann weiter zum Hotel StrandGut Resort, welches sich ebenfalls in St. Peter-Ording befindet. Dort gab es ein Gespräch und eine Diskussion über den Tourismus in St. Peter-Ording mit der Tourismusdirektorin Frau Constanze Höfinghoff und dem Bürgermeister Herrn Rainer Balsmeier.

Meine erste Woche in Husum hatte also bereits sehr viel Interessantes zu bieten. Besonders aufgefallen ist mir hierbei, wie viel Öffentlichkeitsarbeit Frau Damerow betreibt und welch eine Bandbreite an Problemen und Anliegen an sie herangetragen wird.

 

Im Abgeordnetenbüro Berlin:

Am Montag darauf begann ich meine zweite Praktikumswoche im Abgeordnetenbüro von Frau Damerow in Berlin. Bei schönem Wetter wurde ich freundlich begrüßt und von Frau Hartwich durch das Büro und den Trakt geführt.

Nach einer kurzen Einweisung in die Verhaltensweise innerhalb der Liegenschaften des Deutschen Bundestages ging es zunächst um organisatorische Angelegenheiten. Am Nachmittag begleitete ich Herrn Menzer, einen wissenschaftlichen Mitarbeiter von Frau Damerow, zu der Arbeitsgruppe für Tourismus. Dort wurde über die Mehrheitsbeschaffung für bestimmte Gesetzesentwürfe gesprochen.

Am Dienstag durfte ich dann, zusammen mit Frau Damerow und Herrn Drozdz, die Arbeitsgruppe für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit besuchen. Diese AG wurde von deutlich mehr Diskussionen und Emotionen begleitet, was sicherlich auch an den Themen lag, welche behandelt wurden. Dort ging es z.B. um Gesetzesentwürfe, Entwicklungshilfe in Afrika und Vermeidung von Plastik. Am Nachmittag beschäftigte ich mich mit den Reden vom Abgeordneten Herrn Karsten Möring, welche ich für Frau Damerow vorbereiten und heraussuchen sollte.

Am Mittwoch beschäftigte ich mich wieder mit den Reden von Herrn Möring, jedoch nun zum Thema Bodenschutz. Auch hier ging es darum, dass Frau Damerow in die Lage versetzt wird, über Themen zu sprechen, die andere Fraktionsmitglieder bereits in einer ihrer Reden angesprochen haben, ohne ihnen jedoch in irgendeiner Weise zu widersprechen. Danach besuchte ich die Sitzung des Bundestages von 13 bis 15 Uhr. In dieser Sitzung fand eine Befragung der Bundesregierung sowie eine Fragestunde statt.

Der Donnerstag begann mit einer Bundestagssitzung von 9 bis 12 Uhr. In dieser Sitzung ging es um die steuerliche Entlastung von Familien, den Islam und Teilhabechancen für Langzeitarbeitslose. Danach beschäftigte ich mit einem Bericht der Europäischen Kommission über den Stand und die Durchsetzung der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Diesen Text bereitete ich ebenfalls für Frau Damerow vor.

Mein letzter Tag begann erneut mit einer Bundestagssitzung, in der es um die gesetzliche Rentenversicherung und um die Verdienstgrenzen bei geringfügiger Beschäftigung ging. Anschließend stellte ich für Frau Damerow Informationen über das Thema Geo-Engineering zusammen. Dabei geht es um künstliche Eingriffe in die Natur, die die Auswirkungen des Klimawandels eindämmen sollen, jedoch auch erhebliche Risiken mit sich ziehen können. Schließlich stand meine Verabschiedung an und nach einer lehrreichen und spannenden Woche ging es für mich zurück nach Nordfriesland.

 

Fazit:

Für mich war die Woche in Berlin das absolute Highlight all meiner bisherigen Praktika. Ich bekam nicht nur einen Einblick in die Arbeit eines Abgeordneten, sondern durfte auch selber miterleben, welche Aufgaben man als wissenschaftlicher Mitarbeiter hat. Nach diesem Praktikum ist mir bewusst geworden, wie viel Abgeordnete und ihre Mitarbeiter eigentlich leisten und wie viel davon hinter den Kulissen geschieht. Davor habe ich höchsten Respekt. Im Abgeordnetenbüro durfte ich aktiv am politischen Alltag teilhaben und selber verschiedene Aufgaben übernehmen. Diese Arbeit war ebenso interessant und facettenreich wie ich sie mir vorgestellt hatte und so war dieses Praktikum eine unvergessliche Erfahrung.

Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei Frau Damerow und allen Mitarbeitern in Husum und Berlin bedanken, die mich während des Praktikums begleitet haben.